Pro Print – die Stimmung bessert sich

Der Bundesverband Druck und Medien e.V. (bvdm) sieht die Druckindustrie mittelfristig stärker im Aufwind, denn nach dem Hype der Online-Medien wird der Wert gedruckter Informationen jetzt wieder mehr geschätzt. „Hieß es noch vor nicht allzu langer Zeit, das Web würde Print einfach wegbeamen, wissen Giganten wie Zalando oder Amazon heute, welche Effekte sie mit gedruckten Katalogen erreichen können“, schreibt der bvdm.
In der Tat wurden Printprodukte ganz offensichtlich viel zu früh abgeschrieben, wie diese Zahlen zeigen:

  • 49 Millionen Deutsche lesen mindestens einmal pro Woche Prospekte, Handzettel und Beilagen.
  • Rund 9 Milliarden Euro fließen in volladressierte Werbesendungen und steigern die Besucherfrequenz des Handels.
  • 74 von 100 Befragten einer Nielsen-Studie lesen die Werbebriefe, die sie bekommen.
  • 1406 verschiedene Anzeigenblätter sind für 75 Prozent der befragten Leser eine wichtige Informationsquelle für den Einkauf.
  • Kundenmagazine erreichen 25 Millionen Menschen in Deutschland.
  • 67 Prozent der Online-Käufer informieren sich vor dem entscheidenden Klick am Rechner im gedruckten Katalog.
  • Rund 60 Prozent aller Frauen informieren sich zu Modetrends am ehesten über Zeitschriften.
  • 51 Prozent der Teilnehmer einer Studie haben sich von einem Plakat animieren lassen, sich nach einem Produkt zu erkundigen oder es zu kaufen.
  • Für rund 60 Prozent der Konsumenten liefern Verpackungen den finalen Kaufimpuls im Laden. Ihre Glaubwürdigkeit liegt deutlich über dem anderer Werbemittel.
  • 66 Prozent aller Gaststättenbesucher lesen die Werbung auf Bierdeckeln, 82 Prozent finden sie sympathisch.
  • Es gibt 1569 verschiedene Zeitschriften, das ist eine Steigerung von 60 Prozent in den letzten 20 Jahren.
    Quelle: bvdm Jahresbericht 2014/15, Seite 61