Zukunft Digitaldruck – die fünf wichtigsten Trends

Großformatige Werbung ist ein ungebrochener Trend des Digitaldrucks. (Foto: SAQUIZETA / Shutterstock.com)

Großformatige Werbung ist ein ungebrochener Trend des Digitaldrucks. (Foto: SAQUIZETA / Shutterstock.com)

Die fortschreitende Individualisierung und Digitalisierung unseres Lebens eröffnet dem Digitaldruck neue Anwendungsfelder. Denn die Technologie lässt sich hervorragend in IT-Umgebungen integrieren und kann ungewöhnliche Materialien in ungewöhnlichen Formaten verarbeiten. Die Boston Consulting Group identifiziert fünf Trends, die die Zukunft des Digitaldrucks beeinflussen werden:

Web-to-Print

Das Bedrucken von Textilien und Werbeartikeln mit individuellen Texten und Motiven wird immer beliebter.

Das Bedrucken von Textilien und Werbeartikeln mit individuellen Texten und Motiven wird immer beliebter.

Es entstehen immer mehr Print-Websites. Hier hat der Verbraucher entweder die Möglichkeit, eine Druckdatei – beispielsweise für ein Plakat, einen Flyer oder eine Broschüre – hochzuladen oder sein individuelles Druckprodukt nach standardisierten Vorlagen selbst zu designen. Typische Produkte für das Web-to-Print sind Zeitungen, Zeitschriften und Bücher, Kataloge und Preislisten, technische Dokumentationen, Werbedrucksachen wie Flyer, Broschüren und Plakate, Geschäftsdrucksachen wie Visitenkarten und Briefbögen, Verpackungen und Etiketten, Werbe- und Streuartikel wie Textilien, Kaffeetassen oder Kugelschreiber sowie Industrieprodukte und Einrichtungsgegenstände.

Mehr Variabilität bei Kampagnen

Auch bei Auflagenhöhe eins ist der Digitaldruck kostengünstig. Der variable Datendruck ermöglicht deshalb Marketingkampagnen mit unterschiedlichen Inhalten und kürzeren Laufzeiten für definierte Zielgruppen. Unternehmen und Dienstleister sind nicht mehr gezwungen, aus wirtschaftlichen Gründen oder wegen fehlender technologischer Voraussetzungen auf Standardprodukte wie Massenmailings und Einheitsbroschüren zurückzugreifen. Digitaldruck erlaubt eine schnelle Reaktion auf aktuelle Angebote mit aufmerksamkeitsstarken Printprodukten – nicht nur am Point of Sale.

Individueller Druck

Der Druck on demand ermöglicht beispielsweise die Produktion von Publikationen für Nischenmärkte und den kostengünstigen Nachdruck. Das trifft auf Bücher ebenso zu wie auf Kataloge oder technische Dokumentationen. Werbung und sogar redaktionelle Inhalte in Zeitungen und Magazinen können durch Micro-Zoning zielgruppen- oder standortspezifisch angepasst und optimiert werden. Zudem bietet der Digitaldruck neben der Flexibilität bei der Auflagenstärke auch die Möglichkeit der Individualisierung: In Flyern, Katalogen, Manuals oder Zeitungsanzeigen kann der Verbraucher bzw. Leser persönlich und mit individuellen Angeboten angesprochen werden.

Emerging Industrial

Selbst Tapeten können heute digital bedruckt werden – die Auswahl an Farben und Mustern ist riesig.

Selbst Tapeten können heute digital bedruckt werden – die Auswahl an Farben und Mustern ist riesig.

Typische Waren der Massenproduktion werden zunehmend individualisiert. Tapeten beispielsweise lassen sich heute mit Highspeed-Inkjetdruckern vollfarbig, in bester Qualität und kostengünstig herstellen – ganz nach den individuellen Vorgaben der Verbraucher. Und selbst Produkte, die auf nicht-flexiblen Materialien und verschiedenen Formen basieren – Fliesen, Fußbodenlaminat, Küchenrückwände – können dank moderner digitaler Plattendrucker individuell gestaltet werden.

Übergroße Formate

Digitaldruck ist und bleibt der Meister des Großformats: Displays, Plakate, Fahnen, Poster, Baustellen- und Gebäudeverhüllungen werden auch in Zukunft die moderne Gesellschaft visuell prägen. Klar ist, dass solche XXL-Drucksachen nicht im Massendruck produziert werden können, sondern ein Fall für den variablen Datendruck sind. Nicht nur bei der Drucktechnologie, auch bei den Materialien hat es in den letzten Jahren enorme Fortschritte gegeben: So ermöglichen winddurchlässige und dennoch gut bedruckbare Gewebe den Einsatz besonders großer Werbeträger.