Schwung der Drupa nutzen

Drupa-Impulse: Veranstalter und Bundesverband sehen Druckbranche im Aufwind. (Foto: © Messe Düsseldorf / ctillmann)

Drupa-Impulse: Veranstalter und Bundesverband sehen Druckbranche im Aufwind. (Foto: © Messe Düsseldorf / ctillmann)

Weniger Besucher, mehr Entscheider: Top-Manager aus 188 Ländern kamen zur Drupa 2016. (Foto: © Messe Düsseldorf / ctillmann)

Weniger Besucher, mehr Entscheider: Top-Manager aus 188 Ländern kamen zur Drupa 2016. (Foto: © Messe Düsseldorf / ctillmann)

Vor wenigen Tagen hat die drupa 2016 ihre Pforten geschlossen. Zwar verfehlte die internationale Leitmesse für Print und Crossmedia Solutions in diesem Jahr die 300.000-Besucher-Marke (2012 kamen rund 314.000 Messebesucher nach Düsseldorf; 2016 waren es 260.000), dennoch sind die Aussteller überwiegend positiv gestimmt – dank zahlreicher Geschäftsabschlüsse und vielversprechender Kontakte.

„Die Druckbranche erfindet sich immer wieder neu und bietet ungemein viele Facetten mit großem Potenzial. Genau das hat die Drupa 2016 eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Wir konnten hier in den 19 Messehallen eine hoch innovative Industrie erleben, die es geschafft hat, das Jammertal zu verlassen und die Zukunft in den Griff zu nehmen“, sagt Claus Bolza-Schünemann, Vorsitzender des Drupa-Komitees und Vorsitzender des Vorstandes der Koenig & Bauer AG.

Der Besucherrückgang wird keineswegs als rein negatives Zeichen gewertet: „Die Kunden kommen, bis auf wenige Ausnahmen, nicht mehr mit großen Delegationen oder im Rahmen eines Firmenausflugs zur drupa. Vielmehr ist es das Top-Management, das nach Düsseldorf reist – und bei dieser drupa aus 188 Ländern“, erklärt Werner Matthias Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf GmbH.

 

Bundesverband sieht Druckbranche im Aufwind

Auch der Bundesverband Druck & Medien (BVDM) sieht die Branchen wenige Tage nach der drupa wieder in optimistischerem Licht. „Die Atmosphäre auf der drupa war erfrischend positiv“, erklärt Dr. Paul Albert Deimel, Hauptgeschäftsführer des BVDM. „Die Branche ist spürbar in Aufbruchstimmung, das belegen nicht zuletzt auch die zahlreichen Investitionen, mit denen sich die Betriebe für die Zukunft rüsten.“

Darüber hinaus stellt der Verband in seinen Analysen einen Wandel der öffentlichen Meinung über die Druckindustrie fest – ein Feld, an dem er in den vergangenen Jahren intensiv gearbeitet hat. So wird in den Medien zunehmend gewürdigt, dass die Branche sich dem Strukturwandel erfolgreich gestellt hat und noch immer stellt, manche Wirtschaftstitel bescheinigen ihr mittlerweile sogar Vorreiterfunktion. Und entgegen aller Untergangsszenarien wird wieder erkannt, dass Print vielfach – und in manchen Bereichen mehr denn je – für Umsatz, Marktanteile, Käufer, Gäste, Nutzer oder Besucher sorgt.

Kampagne soll Print pushen

Print macht mehr draus: Eines von 37 Motiven der neuen BVDM-Kampagne. (© Bundesverband Druck & Medien)

Print macht mehr draus: Eines von 37 Motiven der neuen BVDM-Kampagne. (© Bundesverband Druck & Medien)

Um diesen positiven Spirit auf allen Ebenen zu halten, bieten die Landesverbände zahlreiche Veranstaltungen für Mitglieder und Nichtmitglieder an. Bereits am vergangenen Wochenende diskutierten Fach- und Führungskräfte der Druckindustrie in Stuttgart über die drupa-Highlights. Schwertpunktthemen der „Schnellsten drupa-Nachlese der Welt“ waren die Automatisierung der Printproduktion, die LED-UV-Technologie und Inkjet als neue Dimension des Druckens. Es folgt die „drupa-Roadshow Nord-West“ am 22. Juni in Mönchengladbach bzw. am 5. Juni in Hamburg mit Impulsvorträgen und Podiumsduskussionen. Außerdem wird die Kampagne „Print macht mehr draus“ in den kommenden Wochen intensiv über die Social-Media-Kanäle der Verbände verbreitet, mit der Print als effektives Informations- und Marketinginstrument präsentiert werden soll.